Was wir tun
Untersuchen. Vermitteln. Verbinden. Verändern.
Wir erforschen Strukturen, vermitteln Wissen, eröffnen Dialog und entwickeln neue Wege für eine unabhängige und selbstbestimmte Selbsthilfe.
Forschung
Finanzierung, Transparenz, Macht, Abhängigkeiten und Einflussnahme sichtbar machen.
Mehr dazu ↓ 02Akademie
Wissen, Workshops und Werkstätten für souveränes Handeln.
Mehr dazu ↓ 03Dialog
Schwierige Fragen aufwerfen und die Zukunft der Selbsthilfe gemeinsam diskutieren.
Mehr dazu ↓ 04Netzwerk
Menschen und Initiativen verbinden, damit neue Ideen und Strukturen entstehen.
Mehr dazu ↓Strukturelle Fragen.
Begriffe, die im Alltag oft synonym verwendet werden, in der Praxis aber eine strukturelle Lücke markieren.
Selbsthilfe ≠ Patientenvertretung
Die Ausgangslage.
Was Selbsthilfe einst entlasten sollte, wurde selbst zu einer enormen Belastung.Weiterlesen →
Bestehende Selbsthilfestrukturen sind in Förder-, Sponsoring- und institutionelle Logiken eingebunden, die Abhängigkeiten erzeugen und strukturelle Kritik erschweren.Weiterlesen →
Unter diesen Bedingungen lassen sich Unabhängigkeit und nachhaltige Wirksamkeit nicht sichern.Weiterlesen →
In der Selbsthilfe ist Unabhängigkeit eine strukturelle Frage.Weiterlesen →
sh2.0 fördert den Aufbau dezentraler, tragfähiger Modelle unabhängig von politischen Zyklen und geschützt vor einseitiger Einflussnahme.Weiterlesen →
Aufbau.
- sh2.0sh2.0 trägt und organisiert. Aus Dialog und Netzwerk entstehen Themen und Fragen.
- WissenschaftsforumForschende aus unterschiedlichen Disziplinen bearbeiten diese Fragen.
- AkademieWorkshops, Vorträge und Werkstätten. Hier wird Wissen aus der Forschung gemeinsam in die Praxis umgesetzt.
- PublikationenVeröffentlicht werden zuerst die bestehende Forschung, Case Studies und Analysen sowie das, was wir erforschen und in den Werkstätten entwickeln.
Der 1. Fachdialog.
25. November 2026, 18 Uhr
Politische Patientenbeteiligung: Wer spricht hier für uns?
PPaBet: Wer für uns ein politisches Haus baut, sollte wissen, auf welchem Fundament es von anderen gebaut wurde.
Wir rufen alle dazu auf, andere Selbsthilfeaktive einzuladen.
Akademie
Wissen stärkt Unabhängigkeit und Autonomie.
Gesundheitskompetenz bedeutet, Informationen einordnen, Interessen erkennen und Entscheidungen bewusst treffen zu können.
Patienten
Informationen einordnen, Interessen erkennen, Quellen prüfen.
Mehr erfahren → 02Vereine
Governance, Unabhängigkeit, Finanzierung und digitale Selbstorganisation.
Mehr erfahren → 03Unternehmen
Orientierung für Mitarbeitende zu Gesundheitsinformationen.
Mehr erfahren → 04Hochschulen
Lehre, Gastvorträge und Fachvorträge.
Mehr erfahren →Wissen anwenden
Werkzeuge.
„Unabhängigkeit heißt, selbst zu entscheiden, mit wem Sie zusammenarbeiten und dass niemand die Macht hat, Ihnen Bedingungen aufzuzwingen, gegen die Sie sich nicht wehren können.“ Gründerin und Leitung des Instituts sh2.0Profil ansehen →
Publikationen
Analysen. Forschung. Perspektiven.
Wer entscheidet in Patientenorganisationen wirklich?
Eine Analyse formeller und informeller Macht- und Entscheidungswege.
Abhängigkeit beginnt beim Budget.
Finanzierungsmodelle und ihre strukturellen Folgen für Unabhängigkeit.
Neue Werkzeuge, alte Strukturen.
Was digitale Selbstorganisation wirklich verändert und was nicht.
Fallstudie folgt.
Ein Fall aus der Praxis.
Ein paar persönliche Worte von der Gründerin
Liebe Leser:innen,
Macht entsteht dort, wo Geld, Wissen und Zugang ungleich verteilt sind. Und wo Macht ungleich verteilt ist, entsteht Benachteiligung. Im Gesundheitswesen und genauso in der Selbsthilfe. Alle Akteur:innen verfolgen eigene Interessen: Industrie, Politik, Fördergeber, Ärzteschaft und Patientenorganisationen. Wer das ausblendet, versteht die Selbsthilfe nicht.
Transparenz und Unabhängigkeit werden inflationär verwendet, als wären sie dasselbe. Sie sind es nicht. Der Philosoph Philip Pettit beschreibt Unfreiheit als Ausgeliefertsein an fremde Willkür, auch wenn sie nie ausgeübt wird. Wer von Förderung oder Sponsoring abhängt, bleibt abhängig, auch wenn alle die Geldsumme kennen. Transparenz ersetzt Unabhängigkeit nicht. Sie macht Abhängigkeit nur sichtbar. Dasselbe gilt für die Arzt-Patient-Beziehung: Auch Ärzt:innen sind in Systeme eingebettet, die Einfluss möglich machen, den Patient:innen nicht prüfen können.
Vom selbstbestimmten Patienten ist ständig die Rede. So, wie er beschrieben wird, gibt es ihn nicht. Selbstbestimmung ist durch Machtverhältnisse ungleich verteilt und die Industrie und die öffentliche Hand haben, wie alle anderen Beteiligten einen Anteil daran. Auch Patientenorganisationen können neue Machtprobleme erzeugen. Das liegt vor allem an den Strukturen, in denen alle arbeiten.
Das Verhältnis zwischen Finanzierung und Wertschöpfung in der Selbsthilfe ist nicht gerecht verteilt. Die Wertschöpfung der Selbsthilfeaktiven und der Betroffenen, ihre Zeit, Erfahrung und ihr Wissen, steht dem Geld gegenüber, das bei der Industrie, aber auch bei Akteur:innen innerhalb des Gesundheitssystems ankommt. Unser Ehrenamtsrechner beziffert sie vorsichtig, mit dem Median der Bruttostundenverdienste als Maßstab. Was diese Arbeit wirklich wert ist, hängt davon ab, wem man ihren Wert zukommen lässt. Wir müssen daher dringend fragen, nach welchem Maßstab wir Gerechtigkeit hier überhaupt beurteilen.
Was Sie hier finden, ist Bildung in kritischer Gesundheitskompetenz, die Sie heute mehr denn je brauchen: Informationen einordnen, Interessen erkennen, Strukturen verstehen. Wir fragen nach dem Warum. Und wo Bedingungen veränderbar sind, nehmen wir sie nicht hin.
Wer selbstbestimmt handeln will, muss klären, was das in der Selbsthilfe bedeutet. Dafür braucht es einen Raum, den weder Förderer noch Verwalter noch Industrie gebaut haben. Gestalten Sie ihn mit.
Silvie Gross
sh2.0 Netzwerk
Gemeinsam gestalten.
Unabhängigkeit und Freiheit brauchen Menschen, die sie mittragen.
Wir bringen Menschen zusammen, unterstützen neue Initiativen und eröffnen Räume für Austausch und gemeinsame Entwicklung.
Wo Strukturen für die Selbsthilfe sprechen, muss die Selbsthilfe selbst über Mandat, Regeln und Verantwortlichkeiten mitentscheiden können.
Patient:innen sollen nicht ausschließlich Empfänger:innen von Beteiligungsangeboten, Awareness, Projekten oder „Patient Voice“ anderer Stakeholder sein. Im sh2.0 Netzwerk arbeiten Menschen, Gruppen und Organisationen gemeinsam für die Freiheit und Autonomie der Selbsthilfe. Sie tragen eine unabhängige Infrastruktur für Selbsthilfe, Forschung, Wissen und neue Formen der Selbstorganisation.
Netzwerk kennenlernen →Zusammenarbeit
Sie möchten etwas verändern?
Kommen Sie in unseren Fachdialog und treten Sie unserem Netzwerk bei. Engagieren Sie sich mit uns. Gemeinsam setzen wir uns für eine freie und integre Selbsthilfe ein.

